Bei meinem Urlaub in Schweden waren wir auf einem Flohmarkt. Dort haben wir zwei Rechenmaschinen der Firma "Original-Odhner" entdeckt.
links meine Odhner 127(-674732), rechts Wolfgangs Odhner 227
Eine ähnliche Maschine steht bei uns in der Mathe-Sammlung der Uni, und so war meine Neugierde geweckt.
Nicht mal zurück im Häuschen (also schon auf dem Weg dahin) wurde das Maschinchen analysiert:
Oben wird eine Zahl eingegeben, indem man den Zahn der jeweiligen Ziffer an die gewünschte Position nach unten zieht.
Hat man die gewünschte Zahl eingegeben, kann man sie auf das sich darunter befindende "Ergebnisregister" addieren bzw. subtrahieren, indem man die Kurbel an der Seite nach hinten bzw. nach vorne dreht.
Gleichzeitig wird am "Zählregister" daneben hoch bzw. runter gezählt.
Beide Register können mit Hilfe der kleinen Kurbeln an der Seite wieder auf Null zurückgesetzt werden.
Wichtig zum Multiplizieren ist das Shiften der Register; Man kann Zähl- und Ergebnisregister durch Drücken der weißen Knöpfe seitwärts bewegen. Möchte man also 153 * 16 rechnen,
addiert man auf die 0 erst 6 mal die 153. Dann schiebt man die Register 1 nach rechts und addiert nochmal 153. (Durch den Shift hat man quasi 1530 addiert.)
Das Einstellwerk kann man bei der Odhner 127 durch Drücken des kleinen Hebels unterhalb der weißen Knöpfe, bei der Odhner 227 durch Drücken der Sperre an der Kurbel und gleichzeitigem "Addieren" schnell auf Null zurücksetzen.
Was kann man denn da alles so mit rechnen?
Wie das genau funktioniert, kannst du (später mal) im unten verlinkten Simulator erfahren.
Wenn die so viel kann, wie sieht die denn von innen aus?
Dieses Ding bringt stolze 5 kg auf die Waage und wurde zwischen 1951 und 1954 produziert.
Hier kannst du die Odhner online in einem Simulator ausprobieren: mhoerz.de/odhner
I’m reading a great book on anti-gravity. I can’t put it down.
Klimaanlage defekt.
Der Techniker ist informiert!